Sunday, March 22, 2020

Sonntagsgedanke - New Work

New Work - spukt immer mal als Schlagwort durch die Medien. Aber was ist das eigentlich? Und: wäre das auch ein Ansatz für die Golfbranche?

Um uns dem Thema zu nähern, reicht schon ein kleiner Blick in Wikipedia. Dort steht:

"Den Begriff der Freiheit kritisierend, versteht der Begründer der Theorie, Frithjof Bergmann, unter "New Work" nicht nur Entscheidungsfreiheit zwischen Alternativen, sondern Handlungsfreiheit. Da das „Job-System“ an seinem Ende sei, habe die Menschheit die Chance, sich von der Knechtschaft der Lohnarbeit zu befreien. Zentrale Werte der „Neuen Arbeit“ seien Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an Gemeinschaft. Diese solle aus drei etwa gleichen Teilen bestehen: Erwerbsarbeit, „smart consumption“ und „High-Tech-Self-Providing“ (Selbstversorgung auf höchstem technischem Niveau) sowie „Arbeit, die man wirklich, wirklich will“:
  • Dagegen solle die durch fortschreitende Automatisierung in allen Wirtschaftsbereichen abnehmende Erwerbsarbeit der Industriegesellschaft für jeden gekürzt werden und die finanzielle Basis für Dinge schaffen, die nicht durch Eigenarbeit oder nachbarschaftliche Netzwerke produzierbar sind.
  • Doch könnten in naher Zukunft kooperativ betriebene Fabber die Eigenproduktion von Gütern übernehmen. Außerdem sollten sich die Menschen Gedanken darüber machen, was sie brauchen. So seien viele Produkte wenig sinnvoll, da ihr Gebrauch eher mehr Arbeit mache als einspare, etwa viele Knoblauchpressen, deren Reinigungsaufwand ihren Nutzen aufwiege.
  • Einen revolutionären Prozess ablehnend könne die Veränderung nur nach und nach durch Menschen erfolgen, die sich an dem orientieren, „was sie wirklich, wirklich wollen“ und sich so allmählich unabhängiger machen. In so genannten Zentren für Neue Arbeit sollen Menschen gemeinsam mit den Mentoren ihre „Selbstunkenntnis“ überwinden und auf die Suche nach einer Arbeit in Übereinstimmung mit eigenen Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Begabungen begeben. Diese soll schließlich das eigene Leben so verändern, dass man sich „lebendig(er)“ fühle. [Quelle: Wikipedia]"
So weit die Theorie, die im übrigen schon aus den 1970er Jahren stammt. Auf den ersten Blick abstrakt, aber schauen wir sie uns genauer an. Denn 3 Dinge kann man auch auf die Dienstleistungsbranche, und somit auch auf Golfanlagen und Hospitality übertragen:
  1. Verringern bzw Abschaffen der Hierarchien
  2. Zeit, die durch Einsatz von Automatisierung eingespart wird, besser nutzen
  3. Motivierte Mitarbeiter*innen durch Selbstertüchtigung
Wie könnte das denn genau aussehen? Überlegen Sie selbst, in wie weit dies auf Ihrer Anlage möglich ist oder ob Sie schon ein bisschen in diese Richtung arbeiten?

Clubsekretariate, die übergeordnete Aufgaben bearbeiten, wie Buchhaltung, Markting, Personal, Vertrieb für's Gruppengeschäft? Terminals für Greenfeekauf und Check in, auch bei Turnieren? Kartengesteuerte Ballmaschinen mit Selbstauflade-Terminal? Startzeitenreservierung online inkl. Kreditkarten-Clearing?

Gerade jetzt, wo die Arbeit "vor Kunde" durch die Corona-Verfügungen nicht möglich ist, stellt sich doch die Frage, in wie weit ich diese Dinge durch den klugen Einsatz verfügbarer Technik möglich mache bzw. auch für die Zukunft implementiere.

PS: 2 Lese-Tips zur Inspiration: ein Beitrag aus dem Gastgewerbe-Magazin  und einer aus dem Schweizer Bund.





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